Friedrich Hebbel
Maria Magdalena
Ein bürgerliches Trauerspiel in drei Akten
Premiere 15. Januar 2011
Im Haus des Tischlermeisters Anton haben seine Tochter Klara und sein Sohn Karl unter dem Rigorismus ihres Vaters zu leiden: Es gelten „zwei mal zehn Gebote“. Als Karl des Diebstahls bezichtigt und verhaftet wird, trifft die schwer erkrankte Mutter der Schlag. Klara bleibt allein mit einem verbitterten Vater zurück und muss ihm schwören, die Familie vor weiterer Schande zu bewahren. Aber Klara kann diesen Schwur nicht halten, denn sie trägt ein Geheimnis mit sich: Sie ist schwanger und Leonhard, ihr Verlobter, will aus Karrieregründen die Verlobung auflösen.
Hebbels bürgerliches Trauerspiel aus dem Jahr 1843 zählt mit seiner alttestamentarischen Sprachwucht unangefochten zu den Klassikern der deutschen Dramenliteratur. Darin wird eine kleinbürgerliche Welt nachzeichnet, die sich in einer gesellschaftlichen Umbruchsphase befindet: Überlebte Wertvorstellungen stehen der Sehnsucht nach einem eigenen Lebensentwurf gegenüber. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf, an deren Ende ein verlassener Meister Anton feststellt: „Ich verstehe die Welt nicht mehr!“
Inszenierung Anne Lenk
Aufführungstermine:
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Letzte Aktualisierung ( 05.09.2010 )
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