Nis-Momme Stockmann
Kein Schiff wird kommen
Premiere 10. Oktober 2010, Dierig-Gelände
Die Insel Föhr ist ein verlassenes Stück Land, umgeben vom kalten Wasser der Nordsee. An diesen Ort seiner Kindheit reist ein junger Schriftsteller, um seinen Vater zu besuchen. Schon am Kai fallen Vater und Sohn in ihre Rollenmuster: Der Vater freut sich über den Besuch, der Sohn dagegen ist genervt. Aber der junge Mann hat ein konkretes Anliegen: Er möchte ein Stück zum Mauerfall schreiben – und von seinem Vater erhofft er sich einen authentischen Erfahrungsbericht über die Wendezeit aus einer Randlage Deutschlands. Denn der aufstrebende Theaterautor befindet sich gerade in einer Sinnkrise: „Ich sample nur noch Spiel- und Gedankenarten, Stile, Formen. (…) Und weil sich alles in mir trifft bin ich nichts.“ Doch bei dem Versuch, seinen Vater zum Erzählen zu bewegen, sieht er sich mit seinen eigenen Erinnerungen konfrontiert. Verdrängte Bilder von seiner Mutter, deren langes Sterben er als Kind miterlebt hat, treten wieder zutage.
Der 28jährige Nis-Momme Stockmann gilt als großes Talent der jüngsten Generation deutscher Dramatiker. Seine Dialoge zeichnen sich durch den Klang einer alltäglichen Sprache aus, die dennoch seinen Figuren eine poetische Ausdruckskraft verleiht.
Inszenierung Ramin Anaraki
Aufführungstermine:
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Letzte Aktualisierung ( 05.09.2010 )
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