Johann Christian Bach (1735–1782) Ouvertüre und Suite aus Amadis de Gaule (1779)
Johann Christoph Friedrich Bach (1732–1795) Klavierkonzert in Es-Dur (1792)
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) Sinfonie in C-Dur KV 338 (1780)
Chaconne aus der Ballettmusik zur Oper Idomeneo KV 367 (1780–1781)
„Ich liebe ihn von ganzem Herzen und habe Hochachtung für ihn“ – so schrieb Wolfgang Amadeus Mozart 1778 über Johann Christian Bach, den jüngsten der vier komponierenden Bach-Söhne. 1764 waren sich die beiden in London zum ersten Mal begegnet, und der so genannte Mailänder oder LondonerBach wurde zum einflussreichsten musikalischen Vorbild des jungen Mozart. So mag der Hörer erstaunt feststellen, dass Johann Christian Bachs Amadis de Gaule, 1779 als Auftragsoper für Paris entstanden, ganz so klingt wie Mozarts Musik. Zumal Mozart in der letzten in Salzburg entstandenen Sinfonie und der Ballettmusik zu Idomeneo, in der er mit alten französischen Tanzformen spielt, durchaus den Blick zurück in den Barock wagt. Der junge Pianist Martin Stadtfeld, der vor allem mit seinen CD-Einspielungen von (Johann Sebastian) Bachs Werken für Furore sorgte, holt mit einem Klavierkonzert des Bückeburger Bach den am wenigsten bekannten der Bach-Söhne, Johann Christoph Friedrich, aus der Vergessenheit. Am Pult Reinhard Goebel, der nach über 30 Jahren als Leiter von Musica Antiqua Köln heute einer der gefragtesten und mutigsten Dirigenten und Vermittler der Musik des 18. Jahrhunderts ist.