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10.09.2010      
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Prinz Friedrich von Homburg PDF Drucken E-Mail
Heinrich von Kleist
PRINZ FRIEDRICH VON HOMBURG

„Träum ich? Wach ich? Leb ich? Bin ich bei Sinnen?“ Der Prinz Friedrich von Homburg schlafwandelt am Vorabend der Schlacht von Fehrbellin, beobachtet vom Kurfürsten und seinem Gefolge. Auf Geheiß des Kurfürsten hält die Prinzessin Natalie dem schlafenden Prinzen einen Ehrenkranz hin, er will ihn nehmen, doch von dem Traumbild bleibt ihm nur Natalies Handschuh. Am nächsten Morgen greift er – „dem Herzen“ folgend und ohne den Marschbefehl abzuwarten – in die Schlacht ein und führt den Sieg herbei.
Der Kurfürst lässt ihn jedoch vors Kriegsgericht stellen, weil Homburg seinen Befehl missachtet hat. Erst als der Prinz das für ihn ausgehobene Grab sieht, nimmt er das Todesurteil ernst und fleht um Gnade. Als sich auch Homburgs Geliebte Natalie für ihn einsetzt, beschließt der Kurfürst, den Prinzen über sich selbst richten zu lassen ...
Kleist zeigt seine Figuren als Zerrissene zwischen unüberbrückbaren Gegensätzen: Staatsraison, Normen und Rationalität auf der einen, Traum, Unbewusstes, Gefühl und Anarchie auf der anderen Seite. Als sich schließlich der Prinz dem Gesetz beugt und der Kurfürst seinem Gefühl folgt, wird ein glückliches Ende möglich: Der Tod, den Kleist ein Jahr vor seinem Suizid mit diesem Schauspiel thematisch umkreist, scheint vermeidbar.
Jan Philipp Gloger stellte sich dem Augsburger Publikum bereits mit Clavigo und Emilia Galotti vor. Er inszeniert außerdem u. a. am Staatstheater Mainz und am Bayerischen Staatsschauspiel in München.

Premiere: 26. September 2009 | Großes Haus
Inszenierung Jan Philipp Gloger

 
 
 
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