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Herr Puntila und sein Knecht Matti |
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Bertolt Brecht
HERR PUNTILA UND SEIN KNECHT MATTI
Theater Augsburg - Großes Haus
„Ich habe Anfälle. Es kommt über mich mindestens einmal im Quartal. Ich wach auf und bin plötzlich sternhagelnüchtern. Ich bin dann direkt zurechnungsfähig. Weißt du, was das bedeutet, Bruder, zurechnungsfähig?“
Puntila ist ein reicher Gutsbesitzer, Matti sein
Chauffeur, der unter den wechselnden Launen seines Herrn zu leiden hat.
Betrunken liebt Puntila Menschen und Sinnesfreuden, nüchtern ist er
jedoch ein hartherziger Ausbeuter. Seine im Rausch begangenen Taten
versucht sein nüchternes Ich alsbald wieder rückgängig zu machen. So
verlobt er sich im Suff an einem Tag gleich mit mehreren Frauen oder
kauft aus Mitleid Arbeiter ein, die er ausgenüchtert allesamt wieder vom
Hof jagt.
Während der eine Puntila seine Tochter Eva mit einem Attaché verheiraten
will, für den sie keinerlei
Gefühle hat, versucht der andere sie mit Matti zu verkuppeln. Der
Chauffeur hat jedoch eigene Vorstellungen von seiner Zukünftigen und
lässt Eva zu einem Test antreten, in dem sie ihre Eignung als
Proletarierfrau unter Beweis stellen soll.
Die von Brecht als Volksstück bezeichnete Komödie entstand 1942 im
finnischen Exil in Zusammenarbeit mit Margarete Steffin und der
Schriftstellerin Hella Wuolijoki, auf welche die Grundidee des Stücks
zurückgeht. Puntila wurde im Juni 1949 in Zürich uraufgeführt. Gut fünf
Monate später stellte sich das neu gegründete Berliner Ensemble im
November 1949 mit einer überarbeiteten Inszenierung der Öffentlichkeit
vor. Es war das erste Stück Brechts, das nach seiner Rückkehr aus dem
Exil in der Regie des Autors in Deutschland zu sehen war.
Premiere: 15. Januar 2010 | Großes Haus
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Letzte Aktualisierung ( 20.04.2010 )
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