Gerhart Hauptmann
EINSAME MENSCHEN
Taufe im Hause Vockerat. Johannes ist frischgebackener Vater, seine Frau Käthe noch von der Geburt angeschlagen und froh, von der Schwiegermutter unterstützt zu werden – zumal die junge Ehe bereits etwas strapaziert ist: Johannes kämpft mit einer geisteswissenschaftlichen Abhandlung, für die sein Umfeld kein Verständnis aufbringt. Da kommt Besuch: In der Zürcher Studentin Anna findet Johannes die ersehnte Gesprächspartnerin. Die Verbundenheit mit ihr wächst, der Abstand zu Käthe und seinen Eltern wird dagegen immer größer. Familiäre Probleme überlässt Johannes nun ganz seiner Frau, deren Leiden an der Situation er nicht bemerkt. Als Anna schließlich abreist, sieht sich Johannes nicht mehr in der Lage, ins bürgerliche Leben zurückzukehren.
Gerhart Hauptmann fängt in seinem 1891 uraufgeführten Stück Einsame Menschen die Stimmung einer geistigen Wendezeit ein, in der die Infragestellung alter Werte zu neuer Freiheit und Unabhängigkeit, aber auch zu Orientierungslosigkeit und Leere führen kann. Während die Generation der Eltern Zuflucht in der Religion sucht, scheitern die jungen Leute daran, ihr Leben auf ein neues Denken hin auszurichten.
Premiere: 13. März 2010 | Großes Haus
Aufführungstermine:
Karten für diese Aufführungen erhalten Sie bei der Theatergemeinde.
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Letzte Aktualisierung ( 09.05.2010 )
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